Friedhofsentwicklung

Vor einem Monat sprach sich der Gemeinderat dafür aus nach sinnvollen Möglichkeiten für moderne, pflegearme und gestalterisch ansprechende Beisetzungsformen auf dem herkömmlichen Friedhof zu suchen. Um Orientierung und Rat zu bekommen, wurde mit Herrn Pfrommer aus Stuttgart ein erfahrener Fachberater beigezogen. Dieser kam vergangene Woche zu einem ersten Ortstermin mit Vertretern des bürgerlichen und kirchlichen Gemeinderates. Er informierte ausführlich und anschaulich über frühere und aktuelle Entwicklungen mit ihren Vor- und Nachteilen. Anschließend fand eine Aussprache statt. Im Wesentlichen ist festzuhalten:

Grundsätzlich erachtete Herr Pfrommer unseren Friedhof als intakt. Vieles sei recht ansprechend und gut gelöst, manches Detail (z. B. ergänzende Bepflanzung) kann verbessert werden. Jedenfalls sah er keinen Anlass den Friedhof grundlegend „umzukrempeln“. Vielmehr sah er Potenziale um ihn sinnvoll weiter zu entwickeln, wie es sich die Gemeinde auch vorgenommen hat. Lobend sprach er sich u.a. über die sorgsame Grabpflege/-gestaltung aus (mein Dank an dieser Stelle an alle Grabpfleger).

Unter den Gemeindevertretern herrschte ein recht einheitliches Meinungsbild zur Situation bzw. Weiterentwicklung. Es besteht offenkundig Konsens gestalterisch neue Beisetzungsformen anzustreben. Dabei wurden aber ausdrücklich Urnenwänden/-stelen nicht befürwortet. Diese passen auf unseren naturnahen Friedhof nicht so gut. Auch sind Konflikte wegen der eingeschränkten Möglichkeiten für Grabschmuck zu befürchten und mangelt es an der Individualität. Stattdessen wurden andere Ansätze favorisiert, die kaum Pflegeaufwand nach sich ziehen. Insbesondere

  • gefiel ein Beispiel für Erdbestattungen, wo der überwiegende Teil des Grabes eine Grünfläche wird, die von der Gemeinde gemäht wird und im Bereich des Grabsteins eine kleinere Fläche verbleibt, die individuell gestaltet werden kann;
  • konnte man sich für Urnengräber ein Grabfeld mit im Boden beigesetzten Urnen mit einer beschreibbaren Steindeckplatte gut vorstellen. Das Grabfeld würde ansonsten als Wiese/Rasen gestaltet und kommunal unterhalten;
  • ist auch ein Urnenfeld rund um einen kleineren Baum denkbar. Für jeden Beisetzungsplatz bleibt dabei noch etwas Fläche für eine kleineren Grabstein und Bepflanzung. Aber auf einer kleineren Fläche, als es bei den jetzigen Urnengräbern der Fall ist.

Herr Pfrommer nahm die Vorstellungen mit und erarbeitet auf dieser Basis einen Belegungsvorschlag. Alsdann soll neuerlich beraten werden.

Georg Engler, Bürgermeister