Die Zuständigkeit für das Sammeln und Befördern des Abfalls wechselt ab 2023 von den Gemeinden auf den Landkreis. Die Vorbereitungen hierzu laufen. Aktuell beraten alle Kreisgemeinden, welche von drei zur Auswahl gestellten Varianten am besten zusagt. Für Weidenstetten unterscheiden sich die Varianten hinsichtlich eines Wertstoffhofs und der Grüngutsammlung. Was das sog. Entsorgungszentrum angeht, sind für uns hingegen alle Varianten gleich. Vorgesehen ist ein Entsorgungszentrum für unsere Region in der Deponie Ochsenhölzle zwischen Bernstadt und Langenau. Das ist für uns in akzeptabler Entfernung. Dort wird es umfangreiche Öffnungszeiten geben und kann man alle gängigen Abfallarten abliefern. Hinsichtlich der Wertstoffhöfe stellen sich die Varianten für uns so dar: Bei Variante 1 und 3 liegen die nächstgelegenen Wertstoffhöfe in Westerstetten und Lonsee. Jeweils mit acht Stunden Öffnungszeit pro Woche. Bei Variante 2 entfällt der Wertstoffhof in Westerstetten; hingegen hat der Wertstoffhof in Lonsee 24 h/Woche auf. Da die beiden Orte für uns gleich weit entfernt sind, ist in diesem Punkt die Variante 2 sicherlich für uns die bessere Lösung. Die größten Unterschiede bestehen – speziell für Weidenstetten – bei der künftigen Grüngutannahme. Bei den Varianten 1 und 3 würde die Sammelstelle am Bauhof verbleiben. Allerdings müsste sie eingezäunt werden und wäre nur noch samstags 2 Stunden/Woche geöffnet. Das erschien im Gremium ein im Vergleich zum Ist-Zustand geringer Service. Die Alternative ist die Variante 2. Bei dieser würde in Weidenstetten ein neuer, leistungsfähigerer Grüngutplatz auf Kosten des Kreises eingerichtet, der die nähere Umgebung abdecken soll. Er hätte eine Öffnungszeit von 24 Stunden pro Woche, was für uns sicherlich eine gute Lösung wäre. Die Lösung fürs Grüngut war in der längeren Diskussion der zentrale Aspekt. Denn es wurde auch der Nachteil gesehen, dass man bei Variante 2 erst einmal einen Standort finden muss und auf das Umfeld bezogen längere Fahrten anfallen, wenn das Netz an Grüngutplätzen dünner wird. Letztlich sprach sich eine Mehrheit für die Variante 2 aus. Ob diese zum Tragen kommt bleibt abzuwarten. Die Entscheidung über die Vorgehensweise trifft der Kreistag – voraussichtlich im Dezember 2020. Anmerkung: Da es sich ab 2023 bei der Müllentsorgung um eine kreisweite Lösung handelt, dürfen ab dann alle Kreiseinwohner in allen ausgewiesenen Abgabestellen im Kreis ihre Abfälle abgeben. Unsere Container für Altkleider, Altglas und Altpapier, sowie die Sammelstellen für Batterien (Rathaus) und Toner (Schule) können unabhängig von vorstehender Thematik verbleiben.

Baugesuche lagen keine zur Beratung vor.

Die Flächen im Gewerbegebiet Salzgässle sind abverkauft. Deshalb und weil der Flächennutzungsplan überarbeitet werden soll, beschäftigt man sich damit, ob und ggf. wo ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll. Eine erste Voruntersuchung ließ man für eine Fläche zwischen der Verlängerung des Postwegs und der Umgehungsstraße L 1232 machen. Allerdings missfiel dabei etwas, dass eine Wohnbauentwicklung vorrangig im nördlichen Anschluss an die Gernäcker Baugebiete angestrebt wird und die Nachbarschaft zwischen Wohnen und Gewerbe zu dicht ausfallen könnte. Deshalb machte man sich Gedanken zu Alternativen. Letztlich fasste man dabei noch völlig unverbindlich zwei Flächen nördlich der Umgehungstraße L 1232 ins Auge. Einerseits grob auf Höhe des Ortseingangs aus Richtung Neenstetten und andererseits grob auf der anderen Straßenseite vom aktuellen Gewerbegebiet „Salzgässle“.

Zentrales Thema bei der anstehenden Verbandsversammlung des Grundschulverbands Altheim (Alb) – Weidenstetten dürfte die Erweiterung/Modernisierung der Schule werden. Hierzu laufen seit geraumer Zeit Überlegungen. Mehrere Handlungsstränge sind für die Überlegungen ursächlich: Die Tendenz zur Digitalisierung auch der Grundschulen, zunehmender Platzbedarf für die außerschulische Betreuung, knapp bemessene Fläche für die Lehrerschaft/Verwaltung und die Möglichkeit, dass wir wieder dreizügige Schuljahrgänge bekommen und ggf. nicht über ausreichend Klassenzimmer verfügen. Hinsichtlich der Dreizügigkeit sind die bisher geborenen Jahrgänge allerdings noch etwas zu schwach. Die Zahlen steigen in Bälde auf 50 – 56 Kinder/Schuljahrgang. Eine dritte Klasse gibt es aktuell aber erst ab 57 Kindern/Schuljahrgang. Diese Zahl wird möglicherweise durch Baugebiete, die erfahrungsgemäß Geburten und Familien nach sich ziehen, erreicht. Jedoch nicht von Heute auf Morgen. Deshalb brachte das Land auch unmissverständlich zum Ausdruck, dass angesichts der aktuellen Schülerzahlen und der vielen Förderanträge bis auf Weiteres ein vorsorglicher dreizügiger Ausbau der Verbandsgrundschule nicht gefördert wird. Losgelöst hiervon gibt es ab 51 Kindern/Jahrgang sog. „Teilungsstunden“ in welchen die Klassen aufgeteilt und in kleineren Gruppen spezifischer gelernt werden soll. Auch hierfür bedarf es geeigneter Räumlichkeiten, weil schlecht in einem Klassenzimmer zwei oder mehr Gruppen zeitgleich beschult werden können. Unterm Strich sah das Gremium Handlungsbedarf. Angesichts der zu erwartenden finanziellen Talfahrt (die Coronakrise wird die Gemeindehaushalte noch treffen) und anderweitiger Großprojekte (z.B. Breitbandausbau), bestand eine klare Tendenz, dass man bei der Planung mit Maß und Ziel vorgehen muss. Die Dinge müssen finanzierbar bleiben ohne die anderen Aufgaben zu vernachlässigen. Auf eine konkrete bauliche Ausführung legte man sich nicht fest (es lagen zwei Erstentwürfe vor). Um zusätzliche Flächen zu generieren erschien es am sinnvollsten den westlichen Anbau aufzustocken (durchaus auch mittels Stützen mit einer größeren Grundfläche) und zu prüfen, ob der östliche, eingeschossige Gebäudeteil (Bereich vom Lehrerzimmer, Rektorat, Aufenthaltsraum) aus statischer Sicht aufgestockt werden kann.

In nichtöffentlicher Sitzung wurde der nordwestliche Bauplatz im Neubaugebiet Steig II reserviert. Die Bewerber stellten sich und ihre Vorstellungen vor und überzeugten das Gremium. Der Platz ist für den Geschosswohnungsbau gedacht. Die Bewerber peilen ein Gebäude mit acht Wohneinheiten an.

Georg Engler, Bürgermeister