Das Gremium beschäftigt sich schon seit einigen Monaten mit dem Bestattungswesen (Friedhofplanung). Dabei liegt das Augenmerk insbesondere auf der Einführung von für unseren Friedhof neuen, passenden, pflegeleichten/-freien Beisetzungsformen. Zur Entscheidungsfindung wurde ein Fachberater nebst der Ev. Kirchengemeinde und dem Bestattungsunternehmen Scheible (Holzkirch) beigezogen, um ein breites Meinungsbild einzuholen. In der Sache ist man nun ein erhebliches Stück vorangekommen. Ergänzend zu den bisherigen Beisetzungsformen sollen zwei neue Angebote geschaffen werden: Einerseits Urnen-Rasenfelder und andererseits sogenannte „verkürzte Erdgräber“. Im Urnenrasenfeld sollen biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden. Auf die Beisetzungsstelle kommt eine Steinplatte, die beschriftet werden kann (v.a. Name, Alter). Die Pflege (mähen) erfolgt durch die Gemeinde. Die Bezeichnung „verkürzte Erdgräber“ ist etwas irreführend. Dort finden ganz normale Erdbestattungen statt. Der Unterschied zu den herkömmlichen Erdreihengräbern liegt darin, dass beim Grabstein ein (kleineres) Pflanzfeld vorgegeben wird, das von den Hinterbliebenen selbst gepflegt werden soll. Auf dem restlichen Grabfeld erfolgt die Pflege (mähen) durch die Gemeinde. Zur Veranschaulichung ist ein Foto eines solchen Grabfelds im Anschlagkasten im Rathaus ausgehängt. Begleitend zu diesen Veränderungen sollen einige gestalterische Details (nach und nach) geändert werden. Das hier im Einzelnen zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Zu gegebener Zeit ist hierzu eine Informationsveranstaltung geplant (hoffentlich lässt das Coronavirus das zu). Zunächst muss die Friedhofssatzung entsprechend angepasst werden und die Umsetzung vorangebracht werden (v.a. Beauftragung eines Landschaftsgärtners, Baufirma).

Für den Dorfplatz 9 wurde eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines „Hauses für den Betriebsleiter der Hofstelle mit Einzelgarage“ eingereicht. Dem Vorhaben wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt.

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich das Gremium mit der Anlage von Wanderwegen ums Dorf. Die werden (zunächst) zwei Wanderrouten angepeilt. Beide beginnend am Parkplatz beim Schützenheim. Eine Route soll an den Kleingärten vorbei über Bitzelhausen, „Zigeunerplatz“ zurückführen; die andere Route über den Scheckeler, durch den Scheithau, über den Zähringer Weg in den Ort, Bockackerweg, Ölgasse zurück zum Sportheim führen. Ein Lageplan hängt zur Veranschaulichung im Anschlagkasten am Rathaus aus. Für die Realisierung des Vorhabens stellte die Gemeinde im LEADER-Programm einen Förderantrag. Erfreulicherweise wurde die Gemeinde ins Förderprogramm aufgenommen. Dabei beträgt die Zuschussquote 60 % (ohne Mehrwertsteuer). Man war sich im Gremium einig mit dieser Starthilfe das Projekt anzugehen, weil eine bessere Förderung nicht zu erwarten steht.

Unsere Gemeinde und die Aufgaben für unseren Bauhof wachsen. Beispielhaft seien genannt die zusätzlichen Kindergartengruppen, Betreuung Flüchtlingsheim, RuheForst, neue Wohngebiete, allgemeine Kontrollpflichten, Klimawandel (Mehrarbeit im Wald). Trotzdem wir tüchtige, gesunde, geschickte und umsichtige Gemeindearbeiter haben, ist das Arbeitspensum so nicht mehr zu schaffen. Um für eine gewisse Entlastung zu sorgen, soll der Aufbau eines Helferteams angestrebt werden. Mehr dazu in einem gesonderten Hinweis im Mitteilungsblatt.

In Baden-Württemberg gibt es im Verhältnis zu anderen Bundesländern mit riesigem Abstand die meisten Gutachterausschüsse. Unter dieser Kleinzelligkeit leidet die Professionalität und Effektivität. Deshalb läuft landesweit eine Umstrukturierung. Im Alb-Donau-Kreis wird dabei zum 01.02.2021 ein kreisweiter Gutachterausschuss unter dem Dach der Großen Kreisstadt Ehingen angestrebt. Man war sich im Gremium einig, dass diese Marschroute für Weidenstetten der einzig sinnvolle Weg ist. Denn dem Gutachterausschuss wird künftig höchstwahrscheinlich eine deutlich größere Bedeutung zukommen, als es bisher der Fall ist. Eine Hauptaufgabe des Ausschusses ist die Ausarbeitung der Bodenrichtwerttabellen. Diese werden vermutlich ab 2025 Grundlage für die Grundsteuer sein und müssen deshalb detaillierter ausgearbeitet werden. Auch im Hinblick auf Mietspiegel und Ertragswertgutachten werden die Anforderungen wohl steigen, was für die Bildung einer größeren, schlagkräftigeren Einheit spricht.

Etwa auf Höhe Einmündung Lindenweg ist auf der Ostseite der Ulmer Straße ein etwa 70 Meter langer, geschotterter Gehwegabschnitt. Das Gremium beschäftigte sich mit der Frage, ob der Gehweg asphaltiert werden soll. Das Für (Erscheinungsbild, weniger Unterhalt, bessere Funktionalität für Rollator, Kinderwagen etc.) und Wider (Investitionskosten, asphaltierter Gehweg auf anderer Straßenseite vorhanden, Flächenversiegelung) wurden abgewogen. Letztlich sprach sich eine Mehrheit gegen das Asphaltieren aus.

Georg Engler, Bürgermeister