Im ersten Tagesordnungspunkt (TOP) ging es um die Neuverpachtung der gemeindlichen Grundstücke (Holzlager, Gärten, Wiesen, Äcker). Die neue Pachtperiode soll vom 01.11.2020 – 31.10.2025 laufen. Den aktuellen Pächtern der Gärten und Holzlagerplätze soll ein vorrangiges Zugriffsrecht eingeräumt werden, wobei die Pachten leicht erhöht werden sollen. Wiesen und Äcker werden wie bisher versteigert. Für die Parzellen wurden Mindestgebote festgelegt. Dabei beließ man es für die Wiesen bei der bisherigen Pacht als Mindestgebot, weil aufgrund der zunehmenden Trockenjahre die Ernte geringer ausfällt und die Grundstücke eher klein und abgelegen sind oder Hanglage haben. Für die wenigen Ackerflächen wurde das Mindestgebot um rund 10 % erhöht. Näheres folgt zu gegebener Zeit.

Mehrere TOP betrafen das geplante Neubaugebiet Steig II. Unter Anderem wurden Straßennamen festgelegt: Die Verlängerung des Talwegs soll auch Talweg heißen, was naheliegend war. Der Hauptweg im Baugebiet (in Nord-Süd-Richtung) bekommt die Bezeichnung Steigweg. Der bisherige Feldweg am Nordrand des Baugebiets einschließlich des kurzen Stichwegs zum Lindenweg erhält die Bezeichnung Tannenweg. Die Erschließung des Baugebiets wurde nach öffentlicher Ausschreibung an den günstigsten Bieter, die Fa. Münch (Blaustein), vergeben. Die Angebotssumme beläuft sich auf fast exakt 500.000 €. Hierin enthalten ist auch die Verlegung von Breitband im Talweg und eine kleinere Straßensanierung. Beschlossen wurden zudem die Vergabekriterien für die Bauplätze bis zu 800 m². Dies hier zu veröffentlichen würde den Rahmen sprengen. Bei Interesse werden die Richtlinien verschickt. Wenn das Vergabeverfahren eröffnet wird, werden die Richtlinien auf der Homepage veröffentlicht. Bis dahin dauert es aber noch einige Zeit.

Ziel ist für das Baugebiet Steig II eine zusätzliche Erschließung über den Sinabronner Weg zur Ulmer Straße zu schaffen. Hierzu muss der Kreuzungsbereich der beiden Straßen umgeplant werden. Das Ingenieurbüro Kolb (Steinheim/Albuch) wurde mit dieser Aufgabe zum Angebotspreis von 5.792 € beauftragt.

Im Weiteren wurde über die Bedarfsplanung für die vorschulische Betreuung, sprich Kindergarten- und Krippenplätze beraten. In den letzten Jahren lag die Geburtenquote in der Gemeinde weit über dem Bundes- und Landesmittel. Auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige liegt weit über den überörtlichen Vergleichswerten. Deswegen beschloss der Gemeinderat auch in der vorhergehenden Sitzung im Ahornweg 1 übergangsweise eine Kindergartengruppe einzurichten. So wie die Dinge momentan liegen, muss man davon ausgehen, dass der geplante Neubau einer Kita voll ausgelastet sein wird. Hinter der längerfristigen Entwicklung stehen viele Fragezeichen (z.B. weitere Geburtenentwicklung, Nachfrageverhalten, neue Baugebiete, Änderungen im Kindergartenrecht). Man war sich vor diesem Hintergrund einig den jetzigen Kindergarten in der Gartenstraße bis auf Weiteres zu behalten und nicht zu verkaufen, um so im Bedarfsfall eine Reserve zu haben.

Georg Engler, Bürgermeister