Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme einer Kinderkrippe gehen voran. Als weiteren Schritt traf der Gemeinderat diverse Festlegungen. So sollen Aufnahmen frühestens ab dem 10. Lebensmonat erfolgen. Der Elternbeitrag wird in gleicher Höhe wie in der Krippe in Neenstetten erhoben. Angeboten werden sollen – zumindest vorerst – nur zwei Blockbetreuungsmodelle (sog. Verlängerte Öffnungszeiten). Bei einem Modell geht die Betreuung von Montag – Freitag von 8.30 – 14 Uhr und beim anderen beginnt sie bereits um 7 Uhr. Der Monatsbeitrag beträgt inkl. Mittagessen 216 bzw. 269 €. Unverändertes Ziel ist die Einrichtung am 01.11.2018 zu eröffnen.

Das Thema carsharing ist in Städten schon seit Jahren präsent. Jetzt wird es zusehends auch im Ländlichen Raum diskutiert und mancherorts auch eingeführt. Es geht dabei darum, dass ein Auto (oder auch mehrere) von einem Betreiber allgemein zugänglich gegen ein gewisses Entgelt vorgehalten wird. Ziel ist die Mobilität zu erhöhen und Lücken im ÖPNV zu schließen. Im Idealfall kann man auf einen teuren (Zweit)Wagen verzichten, den man nur sehr vereinzelt nutzt, z.B. Senioren für Arztfahrten. Insofern hat das Thema auch einen ökologischen Aspekt. Zur Thematik wurden einige grundsätzliche Überlegungen und Einschätzungen getroffen. Gewisses Interesse besteht und man will sich näher informieren und die Entwicklung beobachten.

Der Breitbandausbau für schnelles Internet kommt nach und nach voran. In den Neubaugebieten Gernäcker Nord I und II sind grundsätzlich durchgängige, glasfaserbasierte Breitband-Hausanschlüsse möglich, wenn die Gemeinde zwischen dem Hauptverteiler in der Ulmer Straße und dem Baugebiet eine Vorverlegung vornimmt. Diese kann grabungsfrei erfolgen und kostet rund 10.000 Euro. 10 der 26 Hauseigentümer im Gernäcker Nord bekundeten Interesse an der sog. FTTH-Lösung (fiber to the home), d.h. die Glasfaser soll bis ins Haus verlegt werden. Der Gemeinderat erachtete das einstimmig als eine ausreichende Basis um die notwendige Vorverlegung zu tätigen. Hierdurch sollen letztlich die erfolgten Investitionen (Leerrohre, Hauptverteiler) in Wert gesetzt und die Grundstücke aufgewertet werden. Über Pachterlöse vom Netzbetreiber wird auf lange Sicht eine Amortisation erwartet. Letztlich können mit diesem Projekt auch Erfahrungen für den weiteren Ausbau in der Gemeinde gesammelt werden. Die betroffenen Grundstückseigentümer werden direkt informiert, wenn es in der Sache weitergeht.

Die Gemeinde und ihre Aufgaben wachsen Jahr für Jahr. Nicht mitgewachsen ist hingegen der Personalkörper in der Verwaltung. Mit 1,5 Kräften arbeitet diese zweifelsfrei am unteren Limit im interkommunalen Bereich. Bei der jetzigen Besetzung ist insbesondere bei Fehlzeiten (Urlaub, Krankheit) nur eine Person anwesend. Und dann darf eben nichts dazwischen kommen (z.B. Erkrankung, Auswärtstermine). Sonst ist das Rathaus unbesetzt. Das lief erfreulicherweise bislang relativ komplikationslos. Nichtsdestotrotz ist dieser Zustand ein Risiko und eine hohe Arbeitsbelastung. Man kam deshalb einstimmig überein nach Verstärkung im Bürgerbüro (Sekretariat) zu suchen. Auf die gesonderte Stellenausschreibung wird verwiesen.

Derzeit stehen einige gewichtige Themen auf der Agenda der Gemeindepolitik. U.a. Breitbandausbau, Neubau Kindertagesstätte, Unterführung Ölgasse/Umgehungsstraße, Wohnbauentwicklung. Man war sich im Gremium einig die Einwohnerschaft im Rahmen einer Einwohnerversammlung zu informieren und für Fragen/Anregungen eine Plattform zu bieten. Die Veranstaltung ist für den 29. Oktober 2018 (Montag) ins Auge gefasst. Nähere Infos folgen.

Baugesuche: Der Errichtung eines Gerätschuppens in der Gartenstraße 2 wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt. Für den geplanten Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport, künftig Johannes-Brenz-Weg 5, werden alle Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten, so dass keine Beratung erforderlich war.

In nichtöffentlicher Sitzung wurde ein Bauplatz wunschgemäß reserviert. Damit ist nur noch ein Bauplatz im Gernäcker Nord II  weder verkauft noch reserviert.

Georg Engler, Bürgermeister