Als erster Punkt stand die Ehrung verdienter Blutspender an. Diese erfolgte durch DRK-Bereitschaftsleiter Rolf Himmelhahn und BM Engler. Geehrt wurden Herr Stefan Erb für 75 und Frau Anja Wimbauer für 10 unentgeltliche Spenden. Den geehrten wurde Dank und Anerkennung ausgesprochen. Leider waren drei zu ehrende Personen am Kommen verhindert.

Im Verlaufe des Jahres wurde das Ingenieurbüro Kolb aus Steinheim/Albuch mit diversen Aufträgen betraut. Das Büro hat die Aufgabenstellungen nunmehr aufgearbeitet, weshalb Herr Kolb zur Sitzung kam, um die Ergebnisse vorzustellen.

Zunächst erläuterte er seine Voruntersuchungen (Machbarkeitsstudie) für eine bauliche Entwicklung am östlichen Ortsrand. Grob gesagt für die Flächen nördlich dem Baugebiet Gernäcker Nord bis zur Umgehungsstraße. Wobei Untersuchungsgegenstand eine Wohnbebauung „Gernäcker Nord III“ bis hin zur Verlängerung des Postwegs und Gewerbeflächen nördlich vom Postweg bis zur Umgehungsstraße war. Betrachtet wurden dabei die Teilbereiche Schmutzwasser, Regenwasser und (Lösch)Wasserversorgung. Andere erschließungstechnisch relevante Aspekte wie Breitband, Strom wurden ausgeklammert, da hier erfahrungsgemäß keine ernstlichen Probleme auftauchen. Details der recht aufwändigen Berechnungen der Machbarkeitsstudie hier aufzuarbeiten, würde den Rahmen sprengen. Im Ergebnis lautete die Botschaft, dass es das eine oder andere Detail zu beachten gibt, aber insgesamt die Rahmenbedingungen nicht schlecht sind. Im Zuge der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, ob ein benachbartes Wohn- und Gewerbegebiet sinnvoll ist. Hier wurde Konfliktpotenzial gesehen. Man kam deshalb überein sich für Gewerbeflächen Gedanken zu Alternativen zu machen. Festlegungen können allgemein erst bei der anstehenden Überarbeitung des Flächennutzungsplans erfolgen.

Viele wichtige Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde liegen nördlich der Umgehungsstraße, weshalb diese in der Ölgasse häufig überquert werden muss. Schon seit geraumer Zeit befasst man sich deshalb mit einer Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer. Zunächst wurde eine Unterführung geplant, weil die Straßenbauverwaltung eine höhengleiche Ampelquerung ablehnte. Nach einigem Hin und Her wird nun eine Ampelquerung doch in Betracht gezogen, weshalb das Büro Kolb im Auftrag der Gemeinde für diese Variante einen Plan erarbeitete. Dieser wurde in der Sitzung vorgestellt. Der Plan sieht die Querung westlich der Ölgasse vor, weil es auf der Ostseite am Platz für den 2,5 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg fehlt. Die Kosten für diese Variante dürften sich auf grob 100.000 € belaufen. Man kam überein die Planung den betroffenen Fachbehörden, insbesondere der Straßenbauverwaltung, zur Stellungnahme vorzulegen. Abhängig hiervon muss der Plan vielleicht noch nachgebessert werden. Wenn die Planung abgeschossen ist, kann zwischen den Varianten Unterführung und Ampelquerung abgewogen und entschieden werden, ob und ggf. welche Variante realisiert werden soll. Entwürfe für die Unterführung und Ampelquerung hängen im Anschlagkasten im Rathaus aus bzw. sind auf der Homepage unter Aktuelles einsehbar.  

Ein weiteres Ziel der Gemeinde ist eine Entlastungsstraße aus dem Baugebiet Steig II über den Sinabronner Weg zur Ulmer Straße. Auch hierfür erarbeitete das Büro Kolb einen Plan und stellte ihn in der Sitzung vor. Der Umbau des Kreuzungsbereichs würde ca. 160.000 € kosten. Weitere Kosten würden ggf. für eine Verbreiterung des Sinabronner Wegs entstehen. Man kam überein die vorgestellte Planung den Fachbehörden zur Stellungnahme vorzulegen. Hierauf aufbauend kann dann weiter beraten werden. Der Planentwurf hängt im Anschlagkasten im Rathaus aus und ist auf der Homepage unter Aktuelles.

Wie berichtet strebt die Gemeinde nördlich der Ortslage die Schaffung von zwei Wanderwegen an. Diese bedürfen ggf. einer gewissen Infrastruktur (v.a. Wegweiser, Bänke, Infotafeln). Um in der Sache weiter zu kommen, wurden Angebote eingeholt. Für die notwendige Ausstattung wurden Lieferanten festgelegt. Eine Beauftragung kann leider erst erfolgen, wenn der förmliche Bewilligungsbescheid vom Zuschussgeber vorliegt. Ein positiver Vorbescheid liegt vor, so dass in der Sache eigentlich nichts mehr schief gehen sollte. Die Ausstattung würde etwa 24.000 € kosten und dürfte mit 60 % (ohne Mehrwertsteuer) bezuschusst werden.

Georg Engler, Bürgermeister