Zu Beginn beschäftigte sich das Gremium mit den Nutzungsentgelten im RuheForst. Die Nachfrage nach Plätzen in unserem Waldfriedhof ist groß. Offenkundig spricht das Angebot viele Menschen an und hat sich der Friedhof als überörtliche Einrichtung etabliert. Der Friedhof ist bis 2113 als solcher gewidmet. Das ist eine lange Zeit. Schon jetzt ist absehbar, dass das Potenzial an Beisetzungsstellen nicht ausreicht, um über den gesamten Zeitraum hinweg Grabstellen vergeben zu können. Um steuernd einzugreifen wurde folgende Herangehensweise beschlossen: Die Nutzungsentgelte werden für die meisten Angebotsformen etwas angehoben. Dabei werden die Entgelte für Familienbiotope stärker erhöht als für Gemeinschaftsbiotope. Familienbiotope sind pro Beisetzungsstelle damit immer noch günstiger als Gemeinschaftsbiotope. Allerdings wird es oft so sein, dass bei Familienbiotopen nicht alle zwölf erworbenen Belegungsrechte genutzt werden. Über den Preis soll nunmehr eine gewisse Steuerung auf Gemeinschaftsbiotope erwirkt werden, um die Flächenpotenziale besser auszuschöpfen. Im Vergleich zu Gräbern auf herkömmlichen Friedhöfen ist der RuheForst unverändert günstig. Die Preiserhöhungen sollen ab April 2018 gelten.

Bausachen: Einer Bauvoranfrage zur Errichtung einer Betriebsleiterwohnung zum Objekt Ölgasse 34 wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt, weil die Vorteile und Notwendigkeiten nachvollziehbar erschienen. Außerdem wurde eine Pultüberdachung auf einer Dunglege auf Flurstück 400 (Am Friedhof) einstimmig befürwortet.

Intensiv beschäftigt sich das Gremium derzeit mit dem Thema Kindergarten/Krippe. 2016 hatten wir einen überdurchschnittlich starken Geburtsjahrgang und 2017 kamen nochmals mehr Kinder in unserer Gemeinde zur Welt. Es gilt möglichst zeitnah auf diese neue Entwicklung zu reagieren. Denn unser Kindergarten war schon bei den bisherigen geringeren Geburtenzahlen am Limit. Die angestellte Bedarfsplanung ergab folgendes Bild: Es bestanden keine Zweifel, dass eine zusätzliche Krippe zur interkommunalen Krippe in Neenstetten notwendig ist. Schwieriger einzuschätzen ist die Frage, ob es dazuhin auch einer zusätzlichen Kindergartengruppe bedarf. In einer Kleingemeinde wie Weidenstetten sind Geburtenprognosen eben schwieriger anzustellen und Ausreißer nach oben oder unten eher möglich. Letztlich kam man aus verschiedensten Erwägungen aber überein, dass es ratsam ist auch eine zusätzliche Kindergartengruppe zu schaffen. Denn: Eine spätere Erweiterung wäre verhältnismäßig teurer und würde eine zusätzliche Störung des Kindergartenbetriebs darstellen. Auch besteht die Tendenz, dass Kinder früher und von einem größeren Anteil der Eltern in eine Einrichtung gegeben werden. Nunmehr soll möglichst zeitnah geklärt werden, ob eine Erweiterung des Kindergartens möglich ist oder ob man sich zu einem Neubau entschließt.

Aufgrund eines Kartellrechtsverfahrens laufen seit Jahren Überlegungen zur Neustrukturierung der Bewirtschaftung im Kommunal- und Privatwald. Für den Aufbau eigenständiger Strukturen ist Weidenstetten zweifelsohne zu klein. Deshalb wurden die laufenden Planungen zur Gründung einer kreisweiten Anstalt des öffentlichen Rechts begrüßt, die sich um diese Wälder kümmert. Vom Grundsatz wurde beschlossen dieser in

Planung befindlichen Anstalt beizutreten. Ausschlaggebend wird dann letztlich der konkrete Gründungsvertrag und die Konditionen sein.

Auch in Sachen Informationsverarbeitung sind die Dinge im Wandel. Die Verwaltung arbeitet mit einer Vielzahl an Programmen, die im wesentlichen vom Rechenzentrum Ulm-Reutlingen entwickelt und betreut werden. Das Rechenzentrum ist ein kommunaler Zusammenschluss. Neben diesem Rechenzentrum gibt es zwei vergleichbare Rechenzentren im Land und die Datenzentrale des Landes. Die vier Einheiten sollen noch 2018 zu einer schlagkräftigen Anstalt verbunden werden. Auch hier ist es so, dass wir als Kleingemeinde froh sein müssen solche interkommunalen Fachstellen nutzen zu können. Deshalb war man sich einig, dass die Gemeinde – und auch die Zweckverbände welchen die Gemeinden angehört – der in Gründung befindlichen neuen Anstalt für Informationstechnologie beitreten soll.

Die vorgesehene Auftragsvergabe für Kanalsanierungen in offener Bauweise musste verschoben werden. Die Angebotseröffnung war erst am Sitzungstag und bis zur Sitzung konnte leider noch kein Vergabevorschlag ausgearbeitet werden.

Wie berichtet soll einer der beiden Aufbahrungsräume in der Aussegnungshalle aufgehübscht werden. Ein Element soll dabei die Gestaltung der bisher kahlen Wände sein. Man einigte sich darauf zwei passende Motive mit Naturbildern aufzuhängen.

Im Weiteren berichtete BM Engler, dass die Beschaffung eines neuen Traktors für den Bauhof angelaufen ist. Verbindliche Angebote liegen vor und sollen möglichst zur nächsten Sitzung ausgewertet und ein Vorschlag unterbreitet werden.

Georg Engler, Bürgermeister